Geschichte des Handballsportes

Geschichte der 50 Jahre Handball in Erdeborn – Die ersten 50 Jahre
1926 – 1976


Verfasser:

Kurt Meiß, Willy Danders, Werner Bauerschäfer

Zuarbeit leisteten:

Herbert Gattung, Otto Schippel, Kurt Kleemann, Willy Kleemann, Hermann Beck, Otto Gebhardt, Walter Kowal, Werner Dietrich

Die Umschlagseite gestaltete:

Siegram Adelt

Vorwort

Umschlagseite

Geschichte des Handball in Erdeborn

Anlässlich des 50jährigen Bestehens des Handballsportes in Erdeborn, soll dem Wunsche der Sportfreudigen Jugend, der Veteranen des Handballsportes und der vielen Freunde des Sportes unserer Gemeinde, Rückblick zu halten, entsprochen werden. Die Leitung der BSG Traktor Erdeborn erfüllt hiermit die Aufgabe, die Geschichte des Handballsportes vom Standpunkt der deutschen Arbeiterbewegung aus darzustellen und zugleich den Sportler in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu stellen und damit den ihm gebührenden Platz einzuräumen.

In diese 50 Jahre der Arbeit für den Handballsport in Erdeborn ist auch die Zeit der Klassenmäßigen Auseinandersetzung mit dem Faschismus einbezogen. Nach dessen Zerschlagung stehen die Sportler des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) in den vordersten Reihen beim Ringen um den Sieg des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik. Sie haben durch ihre Leistungen und großartigen Erfolge bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie bei Olympischen Spielen hervorragenden Anteil bei der weltweiten Anerkennung unserer Republik. Die Sportler, vor allem auch die Handballspieler und –spielerinnen, werden durch gute Leistungen im Weltmaßstab zur weiteren Verwirklichung der vom IX. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands beschlossenen Hauptaufgabe beitragen.

Ich beglückwünsche alle ehemaligen Arbeitersportler von vor 1933 sowie alle Sportler, Übungsleiter, Schiedsrichter und Funktionäre der BSG Traktor Erdeborn zum 50jährigen Handballjubiläum. Gleichzeitig erkenne ich die zähe und zielstrebige Arbeit an und spreche die Erwartung aus, den revolutionären Traditionen treu zu bleiben. Herzlichen Dank und Anerkennung auch dem Kollektiv, das diese 50 Jahre niederschrieb und damit einen wertvollen Beitrag zur Geschichte der Sportbewegung leistete. Mögen die hierin niedergelegten Erkenntnisse und Erfahrungen ein Helfer für die Jugend bei der Eringung weiterer Erfolge sein.

Rat der Gemeinde Erdeborn
Marienfeld, Bürgermeister

Erdeborn, den 1. Juni 1976


Vorgeschichte

Gleich nach dem Ende des 1. Weltkrieges organisierte sich im Herbst 1918 der im Jahre 1906 unter bürgerlichen Verhältnissen gegründete Männerturnverein Erdeborn im Arbeiter-Turn-und-Sport-Bund (ATSB). Dem Vorstand gehörten u.a. die Turnbrüder: Otto Taubert, Emil Bär, Otto Schippel sen., Fritz Paul und Karl Möbst.

Zu den aktivsten Turnern zählten damals die Turnbrüder: Otto Schippel sen., Emil Bär, Karl Möbst, Kurt Kohl, Hermann Schäfer, Otto Danders Fritz Paul, Otto Schippel jun., Paul Wenkel.

Im Jahre 1924 wurde eine Frauenriege aufgebaut, der u.a. folgenden aktiven Mädchen angehörten: Frieda Brenke, Martha Sonnabend, Else Nagel, Frieda Waitz, Frieda Schippel, Anna Dietrich.


Einführung des Handballsportes

Seit 1920 wird Handball wettkampfmäßig im damaligen Deutschland von den drei großen Sportorganisationen ATSB, DSB und DT betrieben.

In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg war es Sportlehrer Karl Schelenz, der durch sinnvolle Änderung der von M. Heiser gegebenen Regeln das Spiel weiter entwickelte. Es verbreitete sich sehr schnell über ganz Deutschland.

Der ATSB verfeinerte noch die Spielregeln, die sich besonders in zwei Punkten vom damals gültigen Regelwerk der bürgerlichen Verbände unterschieden:

  1. Der Ball musste frei gefangen werden. Berühren des Körpers wurde mit Freiwurf bestraft.
  2. Bei einem Freiwurf war es nicht gestattet, den Ball direkt auf das Tor zu werfen.

Das freie Fangen erforderte viel Geschicklichkeit und der indirekte Freiwurf zwang zum Kollektivspiel.

Kein Wunder, dass die neue, schöne, schnelle und ideenreiche Sportart sehr bald in vielen Orten Einzug fand. So auch in unserem Erdeborn. Zwar konnte der Gedanke, das schöne Ballspiel einzuführen, noch nicht gleich wegen Fehlens technischer Voraussetzungen verwirklicht werden. Erst die Schenkung eines Handballes von der Sportfreundin Martha Sonnabend im Sommer 1926 wurde zur Gründungsstunde des Handballspiels in Erdeborn.

Da ein Sportplatz noch nicht vorhanden war, wurde das Training in der Lehmkaule durchgeführt und die Spiele der ersten zwei Jahre nur auf auswärtigen Plätzen ausgetragen. Folgende Spieler nahmen als erste die schöne Sportart auf: Kurt Kleemann, Otto Hellmuth, Erwin Kirste, Hermann Bauerschäfer, Paul Schneider, Willi Brenke, Paul Blume, Otto Gebhardt, Willy Kleemann, Richard Biering, Paul Grimmer, Emil Staar.


Entwicklung in den ersten Jahren

Zuerst diente die Lehmkaule als Behelfssportplatz. Weil außer dem Arbeiter- Turn- Sportverein auch der 1925 gegründete Turn- und Sportverein, der der Deutschen Turnerschaft (DT) angehörte, darauf drängte, beschloss 1928 die damalige Gemeindevertretung auf den Ochsenwiesen am Seeweg Gelände für einen Sportplatz zur Verfügung zu stellen. Tore waren jedoch nicht vorhanden. Sie wurden als zerlegbare Tore selbst beschafft, zu jedem Spiel auf- und abgebaut und die Pfosten und Latten vom bzw. zum Ort transportiert. Aus eigener Initiative bauten sich die Sportler 1929 beide feststehende Tore mit Maschendrahtnetzen. Das passte einigen Gemeindevertretern nicht. Sie ließen die Tore wieder demontieren und gaben der Firma Kathe den Auftrag, andere Tore derselben Konstruktionsart zu errichten.

Der Spielbetrieb wurde reger. Zu den zuerst genannten Spielern stießen mehr und mehr auch einige Sportler aus Nachbargemeinden hinzu und der Aufbau von Mannschaften geschah zielstrebig. So betrieben im Jahre 1930 bereits 2 Männermannschaften, 1 Jugend- und 2 Schülermannschaften im Arbeiter- Turn- und Sportverein das Handballspiel. Die Erfolge der 1. Mannschaft spornte die planmäßig betriebene Jugendarbeit noch mehr an. Talente, wie Otto Kleemann und Kurt Hensel, wuchsen heran. Die Arbeitslosigkeit konnte zwar den Sport wirtschaftlich hemmen, aber den Schwung im Leistungsstand konnte sie nicht aufhalten.


Entwicklung nach 1930

Inzwischen spitzte sich die kapitalistische Krise (im Jahre 1932 waren 6 Millionen Menschen arbeitslos) und dadurch auch die politische Lage im damaligen Deutschland immer mehr zu. Die Klassengegensätze wurden auch auf dem Gebiete der Körperkultur verschärft. Proletarische und bürgerliche Organisationen erfüllten auch im Sport entgegengesetzte Aufgaben:

Die proletarischen Organisationen dienten den Interessen der Arbeiterklasse, die bürgerlichen Organisationen strebten Militarisierung an und ebneten dadurch den reaktionärsten Kräften der Bourgeoisie und auch dem Faschismus den Weg zum späteren Krieg.

Die Arbeiter- Turn- und Sportverbände waren in der „Zentralkommission für Arbeitersport und Körperpflege“ zusammengeschlossen. Sie war als Dachorganisation Zentrale und zugleich Vertretung gegenüber den bürgerlichen Verbänden, dem Staatsapparat und der internationalen Arbeitersportorganisation. Vorsitzender war C. Gellert, Geschäftsführer und eigentlicher Leiter F. Wildung; beide waren ausgesprochene Reformisten.

Sie betrieben eine Spaltungspolitik und waren gegen jeglichen deutsch-sowjetischen Sportverkehr. Sie gingen sogar soweit und setzten 1928 in den Arbeitersportkartellen Groß-Berlin und Halle-Merseburg unrechtmäßig neue Leitungen ein und schlossen Mitglieder und ganze Organisationsteile aus. Die richtige Massenpolitik der KPD entlarvte die Spalter mehr und mehr.

Die Einheit der deutschen Arbeitersportbewegung auf dem Boden des Klassenkampfes musste wiederhergestellt werden. Um dem opportunistischen Verhalten der rechten SPD-Führung und der Leitung des ATSB, die durch ihr Verhalten die faschistische Entwicklung begünstigte, entgegenzutreten, wurde im Dezember 1930 die „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ (KG) gegründet. Leiter der KG war Ernst Grube, Mitglied des Zentralkomitees der KPD. Sie kämpfte für eine einheitliche deutsche Arbeitersportbewegung und richtete ihre ganze Kraft gegen die bürgerlichen Bestrebungen nach Zentralisierung aller Sportverbände. Die politische Linie der KG hat sich vor der Geschichte als richtig erwiesen.

Die Spaltungspolitik der Reformisten durchschauend, die Einheit der Arbeitersportbewegung verfolgend und die Aufgabe der Arbeiterklasse erkennend, traten 1931 etwa 2/3 der Mitglieder aus dem Arbeitersportverein unserer Wohnorte aus und organisierten sich unter dem Namen „Sportverein Fichte Erdeborn“ in der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ (KG). Die Gründungsversammlung war am 17. Oktober 1931. Genosse Kurt Kleemann übernahm die Funktion des 1. Vorsitzenden.

Die Richtigkeit dieses Entschlusses sollte sich bald darauf in einem stetig steigenden Leistungsstand und einer sehr guten Nachwuchsarbeit widerspiegeln. Die Leitungstätigkeit war klar umrissen. Jeder Rot-Sportler hatte zugleich eine politische Aufgabe zu erfüllen. Um den Klassengegnern ideologisch überlegen zu sein, wurden regelmäßig Schulungen durchgeführt. Durch beharrliche Aufklärungsarbeit über die Grenzen des Vereins und der kommunalen Verwaltung hinaus, sollte der Faschismus eingedämmt werden. Solidaritätsspiele wurden in Alberstedt ausgetragen. Aber auch die sportlichen Ziele wurden konsequent verfolgt. Mit Kurt Kleemann, Otto Gebhardt und Otto Kleemann stellte unser Sportverein sogar Auswahlspieler für die A- bzw. B-Mannschaft des Mitteldeutschen Raumes. Als größtes technisches Talent wuchs Kurt Meiß heran.

Das Streben nach Einheit durch Zusammenschluss aller Arbeitervereine in einen Zentralverein (Interessengemeinschaft) kam in der Versammlung am 14.2.1932 zum Ausdruck und fand durch den Einheitskongress Ostern 1932 in Berlin Zustimmung. Der Rest des Arbeiter- und Turn- Sportvereins, des ATSB, unseres Wohnortes erkannte, dass in der Einheit die Stärke der Arbeiterklasse liegt und schloss sich deshalb einstimmig am 26.2.1932 dem Sportverein Fichte an.

1932 stand unsere Jugendmannschaft beim Sportfest in Ammendorf anlässlich des Jugendtreffs der Roten Sporteinheit im mitteldeutschen Raum im Endspiel.

Einer Einladung des Kampfbundes gegen den Faschismus zu einer Bezirksveranstaltung am 30.1.1933 in Eisleben folgten alle Sportler.

Unsere erfolgreiche Mannschaft, die bei der Bestenermittlung im mitteldeutschen Raum am 5.3.1933 in Weißenfels durch einen Sieg über Weißenfels 93 das Endspiel erreichte, vertraten folgende Spieler: Paul Cron, Karl Hensel, Fritz Temm, Willy Kleemann, Karl Volkmann, Paul Grimmer, Arthur Grimske, Otto Gebhardt, Otto Kleemann, Kurt Hensel, Kurt Kleemann.

Das Endspiel, das am 19.3.1933 ausgetragen werden sollte, konnte durch das Verbot der Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit nicht mehr ausgetragen werden.


Sportbetrieb von 1933 bis 1945

Die Hitlerregierung vollendet den von den bürgerlichen Verbänden eingeleiteten reaktionären Prozess der Zentralisierung und Militarisierung. Zuerst wurde die „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ und dann sämtliche Organisationen der „Zentralkommission für Arbeitersport und Körperpflege“ verboten und ihr Vermögen beschlagnahmt.

Als einzige Sportorganisation hatte sich die Kampfgemeinschaft auf die Illegalität vorbereitet und in unserem Heimatort sollte der Widerstand auch auf dem Gebiete des Sportes weitergeführt werden. Hierzu gab die Freiwillige Feuerwehr den Sportlern der KG die Gelegenheit, sich ihr anzuschließen und wollte das Handballspiel in ihr Ausbildungsprogramm aufnehmen. Der Kreisvorstand, der bis dahin noch bestehenden bürgerlichen Sportverbände, verweigerte jedoch die Erteilung der Spielgenehmigungen und erwirkte das Verbot des organisierten, Wettkampfmäßigen Handballspiels innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr.

Der faschistische Krieg setzte dem Sportbetrieb auch in Erdeborn ein Ende. Der Sportplatz wurde umgepflügt. Die meisten Sportler wurden zum Kriegsdienst eingezogen.

Für eine ungerechte Sache ließen 24 Sportler ihr junges Leben.


1945 – Ein Neubeginn

Nach der Zerschlagung des Faschismus galt es, die hinterlassenen materiellen und geistigen Trümmer wegzuräumen. Eine Kontrollratsdirektive gestattete demokratische Sportorganisationen auf Kreisebene. So wurde der kommunale Sport von den Sportämtern der kommunalen Verwaltungen geleitet.

Der Sportfreund Karl Schumann, Stadtrat in Eisleben, hatte im Juli 1945, nachdem die Rote Armee im Mansfelder Land einmarschiert war, zur ersten Konferenz der Mansfelder Arbeitersportler eingeladen. Alle Orte des ehemaligen Mansfelder Seekreises sollten vertreten sein. Die Verantwortlichen der Gemeinde Erdeborn jedoch waren im unklaren und unentschlossen und benannten keinen Delegierten zu dieser Konferenz. Verantwortungsbewusste Sportler handelten auf Initiative des Sportfreundes Kurt Meiß selbstständig und beauftragten ihn, an dieser Konferenz teilzunehmen. Diese Beratung im Rathaussaal der Stadt Eisleben zeigte den Weg in eine lichte Zukunft. Nur diesen Weg galt es zu gehen. Maßnahmen wurden hierzu dokumentarisch festgelegt.

Als einer der Aktiven der ersten Stunde auf dem Gebiete des Sportes hatte Sportfreund Meiß verdienstvollen Anteil bei der Zulassung des kommunalen Sportes in unserer Gemeinde durch das Sportamt der kommunalen Verwaltung in Eisleben.

Das Handballspielen begann also auch in Erdeborn wieder. Beim Neubeginn waren zwar die Reihen der Spieler gelichtet, doch ältere erfahrenere Spieler wollten dabei sein und halfen, die Lücken zu schließen. Wesentlichen Anteil bei dem Neubeginn hatten die Sportfreunde Kurt Meiß, Kurt Kleemann, Willy Danders und Walter Kowal. Bald bildeten sich zwei Männermannschaften, eine A- Jugend und eine Frauenmannschaft. Da ein Sportplatz nicht mehr vorhanden war, wurde die ehemalige Fohlenkoppel als Behelfssportplatz genutzt. Dieser Behelfssportplatz reichte nicht mehr aus und ein anderer Sportplatz musste neu geschaffen werden. Im Zuge der Bodenreform erhielten die Sportler von Erdeborn am Ortsausgang nach Lüttchendorf ein Stück Land für einen Sportplatz zugewiesen. Um eine waagerechte und gleichmäßige Spielfläche zu erhalten, musste eine Bodenwelle, die sich über das ganze mittlere Drittel des künftigen Platzes erstreckte, etwa 60 cm gehoben werden. Umfangreiche Planierungsarbeiten waren erforderlich. Der Kraftfahrer der Zuckerfabrik Erdeborn, Hermann Muth, Tormann der damaligen 1. Mannschaft, transportierte Massen von Schwemmsand aus den Schlammteichen dieses Betriebes zum Sportplatz. Arbeitseinsätze der Sportler beschleunigten die Fertigstellung und im Sommer 1947 wurde der neue Sportplatz mit dem Spiel Erdeborn I. – Teutschenthal I. eingeweiht. Fleißige Sportler schufen sich danach in ihrer Freizeit ein kleines, massives Umkleidegebäude. An dessen Errichtung hatten die Sportfreunde Adolf Kirste, Otto Grumbach, Kurt Kleemann und Otto Gebhardt besonderen Anteil. Für all diese bereitwillige Aufbauarbeit hatten Verantwortliche im Sommer 1948 eine Dampferfahrt von Halle nach Wettin für 154 Personen organisiert. Bei Sport und Spiel wurden einige frohe Stunden in Wettin verbracht.

Nachdem sich die antifaschistisch-demokratische Ordnung gefestigt hatte, fielen auch die Beschränkungen, den Sport- und Spielverkehr nur auf Kreisebene auszuüben, weg. Am 1. Oktober 1948 konstituierte sich in Berlin der „Deutsche Sportausschuß“. Er beschloss die „Grundsätze der demokratischen Sportbewegung“, deren Träger die Freie Deutsche Jugend und der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund sind. Die Grundsätze heben die Erziehungsarbeit hervor, die im Geiste der Demokratie und des Kampfes gegen Militarismus und Faschismus erfolgen sollte. Damit war eine einheitliche Sportbewegung geschaffen, die die richtige Lehre aus der Geschichte gezogen hatte.

Es wurden nunmehr Sportgemeinschaften und Betriebssportgemeinschaften gegründet. So am 1.8.1949 die BSG MAS Erdeborn. Sportliche Erfolge, die bereits im Spielverkehr auf Kreisebene erreicht waren, hielten auch weiterhin an.

Im Spieljahr 1949/50 erreichten wir in der Staffel Südharz des Bezirkes Süd den 2. Tabellenplatz. Durch Weggang und Wegzug mehrerer Spieler war der Klassenerhalt im Bezirksmaßstab jedoch nicht möglich und so ging es 1951/52 in der Kreisklasse weiter.

Im Jahre 1950 erfolgte auf Beschluss des Deutschen Sportausschusses eine Reorganisation der Sportbewegung. Sportvereinigungen der Industriegewerkschaften wurden als selbstständige Säulen des Organisationsgefüges gebildet. Für uns Landsportler war es die Sportvereinigung Traktor. Die BSG MAS Erdeborn konnte sich somit dieser Sportvereinigung anschließen und am 18. April 1951 war dann die Gründungsversammlung. Unsere BSG trägt nun seit diesem Tage den Namen

BSG Traktor Erdeborn.

Als 1. Vorsitzender wurde der Sportfreund Otto Gebhardt gewählt.

Während dieser ereignisreichen Zeit vom Neubeginn bis zur Gründung unserer BSG Traktor, waren nicht nur die Mannschaften aus dem männlichen Bereich erfolgreich, sondern eine sehr gute Frauenmannschaft mischte unter den Spitzenvertretungen des Kreises erfolgreich mit.

Nach Abschluss der Punktespiele der Saison 1952 wurde die 1. Mannschaft mit einem Punkteverhältnis von 32:2 wieder Kreismeister im Feldhandball.

Die Entwicklung in der Sektion Handball verlief aber trotz der Erfolge nicht ohne Widersprüche und Rückschläge; denn im gleichen Jahr traten noch ernste Probleme auf, welche die Existenz der 1. Mannschaft in Frage stellte. Durch geringfügige Differenzen hatten sich neun Spieler entschlossen, aus der BSG Traktor auszutreten und gründeten bei der Zuckerfabrik Erdeborn die Sektion Handball der BSG Empor. Sie hatte aber nur zwei Jahre Bestand; denn am 28.10.1954 kehrte der größte Teil der Mannschaft wieder zu unserer BSG zurück. Die positiven Kräfte unter den Sportlern hatten sich durchgesetzt. Einige Spieler zogen es jedoch vor, sich der Mannschaft vom damaligen Kaliwerk Krügershall anzuschließen.

Am 12.2.1953 fand aus Anlass der Übergabe der neuen Mitgliedsbücher eine Feierstunde statt., wobei der Meisterbauer Hermann Franke dem Sportfreund Kurt Meiß als erstem das neue Dokument überreichte.

Die männliche Jugend A errang im gleichen Jahr im Rahmen des Bezirkssportfestes der Sportvereinigung Traktor in Landsberg den Sieg im Handballendspiel gegen die Mannschaft des Gastgebers und damit den wertvollen Bezirkspokal. Beim überzeugenden 10:3 Erfolg spielte unsere Jugend u.a. mit:

Kurt Dorn, Horst Grimmer, Fritz Eube, Werner Dietrich, Kurt Gebhardt, Tadeus Nickel, Fritz Temm, Gustav Wolfer, Karl-Heinz Lehmann.

Im gleichen Sommer gewann die 1. Mannschaft in Nietleben ein Pokalturnier vor Schraplau und Nietleben. Mit 9 Spielern reiste die Mannschaft dort an, ergänzte sich zum Endspiel durch das Nachreisen zweier Sportler mit dem Fahrrad und gewann das Turnier.

Der 1. Sporttag der Landjugend wurde in unserem Ort am 30.5.1954 durchgeführt, wobei Aktive und Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen.

Um die 1. Männermannschaft auf die bevorstehenden Aufgaben besser vorbereiten zu können, wurde unter Leitung des Sportfreundes Walter Kowal im Herbst 1954 in Bad Frankenhausen/Kyffh. ein Trainingslager mit Erfolg abgehalten. Mit diesem Lehrgang wurde nicht nur die sporttechnische Arbeit verbessert, sondern auch das kollektive Verhalten zueinander gefördert.

Da sich auch jetzt die gute Jugendarbeit der letzten Jahre auszahlte, entwickelte sich der Jahrgang 1935/1936 mit einigen erfahrenen Spielern sowie den Rückkehrern von Empor zu einem spielstarken Kollektiv.

1955 wurde es dann als Kreis- und Unionsmeister mehrerer Kreise ausgezeichnet und geehrt. Im Endspiel bezwang es Sandersleben mit einem Fußballergebnis von 3:2.

Das 30jährige Bestehen des Handballsportes in Erdeborn feierten wir 1956. Im gleichen Jahr wurde die Männermannschaft abermals Kreismeister im Feldhandball.

Im Februar 1957 unterbreitete das Staatliche Komitee für Körperkultur und Sport beim Ministerrat der DDR den Vorschlag, den „Deutschen Turn- und Sportbund“ DTSB zu bilden. Nach allseitiger Meinungsäußerung wurde dann im April 1957 der DTSB als umfassende sozialistische Turn- und Sportorganisation gegründet.

Die Saison 1957 brachte dann die Erfüllung eines langersehnten Wunsches, als die 1. Mannschaft nach dem Sieg im Traktor – Kreis – Pokal und nach der Erringung der Kreismeisterschaft den Aufstieg zur Bezirksklasse im Feldhandball schaffte. Das entscheidende Aufstiegsspiel wurde in Sangerhausen gegen Motor sicher mit 15:8 (7:5) gewonnen.

Obwohl die Jugend auch Kreismeister wurde, gelang ihr der Aufstieg nicht.

Nach dem Abstieg 1958 aus der Bezirksklasse, wurde die Männermannschaft 1959 in eine der vom BFA Handball Halle neugebildeten Unionsklassen eingestuft. Hier wurde sie nach Abschluss der Punktspiele auf Anhieb ungeschlagener Unionsmeister mit 36:0 Punkten und 452:184 Toren. Ein großartiges Ergebnis! Dazu kam der Traktor-Pokalsieg beim Kreis-Landsportfest in Polleben, als wir im Endspiel gegen Klostermansfeld hoch mit 23:6 (6:3) Toren gewannen. Das Spiel galt gleichzeitig als Werbung für den Handballsport in einem Fußballdorf.

Ein besonderer Höhepunkt war 1959 das Freundschaftsspiel gegen eine sowjetische Armeeauswahl in Erdeborn, welches mit 10:13 (4:5) verloren ging. 1500 begeisterte Zuschauer dokumentierten mit ihrem Erscheinen die deutsch-sowjetische Freundschaft.

Im Jahre 1960 wurde die Unionsklasse aus ökonomischen Gründen in zwei Staffeln geteilt, wobei unsere 1. Mannschaft als Staffelsieger hervorging und sich für das Finale qualifizierte. Das Endspiel um die Unionsmeisterschaft gewann sie dann in Sangerhausen gegen Reinsdorf, Kreis Artern, klar mit 16:6 (10:3) Toren.

Ihre gute spielerische Verfassung, welche auf die intensive Trainingsarbeit des Übungsleiters Walter Kowal in den letzten Jahren zurückzuführen war, bewies unsere Elf mit dem Vordringen ins Halbfinale des Bezirkspokals der SV Traktor. Erst hier wurde der Siegeszug gestoppt; denn beim gastgebenden Ligavertreter Latdorf unterlag sie nach einem großartigen Spiel mit 9:13 (7:8) und erreichte so das Endspiel nicht.

Um die Trainingszeit, die Vorraussetzung einer Leistungssteigerung ist, im Freien besser nutzen zu können, bauten sich unsere Handballer eine behelfsmäßige Flutlichtanlage, so dass auf dem Kleinfeld bis in die späten Abendstunden trainiert werden konnte.

Während wir in den letzten Jahren im Feldhandball auf Kreis- und Unionsebene stets führend waren, fiel es uns bei den Spielen in der Halle meist recht schwer. Um so erfreulicher war dann die Hallenhandballsaison 1960/61, als hier die Männermannschaft den Anschluss zur Spitze im Kreismaßstab schaffte.

Unsere Mannschaft musste sich zwar im Finale um die Kreismeisterschaft, nachdem sie Staffelsieger geworden war, einem Besseren beugen, aber von nun an ging es auch im Hallenhandball aufwärts. Das Endspiel in der kleinen Turnhalle des Friedens in Eisleben lautete:

Stahl Eisleben – Traktor Erdeborn 7:4 (3:3).

Wiederum ging die 1. Mannschaft 1961 im Feldhandball als Unionssieger hervor. Obwohl mit nur zwei Minuspunkten klarer Sieger, wurde die Stufe zur nächsthöheren Klasse nicht geschafft. Aber der Traktorpokal im Kreismaßstab ging durch einen Sieg von 25:10 (10:5) über Klostermansfeld in Eisleben an unsere Farben.

Im Jahre 1962 wurde der Sportfreund Werner Bauerschäfer zur SG Dynamo Halle delegiert, wo er bis 1968 7 Jahre spielte. Insgesamt absolvierte er dort 302 Spiele und warf dabei 614 Tore. Zweimal errang er mit dieser Mannschaft den Titel eines Bezirksmeisters.

Während unsere wieder in den Wettspielbetrieb eingreifende Frauenmannschaft in der Saison 1962 bei den Unionsmeisterschaften im Feldhandball hinter Oberröblingen an der Helme überraschend Vizemeister wurde, gingen die Männer seit Jahren erstmals nicht als Sieger hervor. Vielleicht fehlte der Spielmacher, und es wurde nur Platz 4 erreicht.

Aber bereits 1963 war die Narbe verheilt; denn nach einjähriger Unterbrechung holte das verjüngte Traktor-Kollektiv den Unionsmeistertitel, für den es ja bis 1961 ein „Abonnement“ hatte, nach Erdeborn zurück.

Der internationalen Entwicklung folgend, orientierten auch wir uns mehr im Kleinfeld- und Hallenhandball. Auch in unserem Kreis Eisleben wurden nun die Meister im Kleinfeld- bzw. Hallenhandball ermittelt. In der Hallensaison 1963/64 gelang es der 1. Mannschaft dann auch erstmals den Kreismeister im Hallenhandball zu erringen. In der Eislebener BBS-Turnhalle konnte der punktgleiche Gastgeber Stahl Eisleben im Entscheidungsspiel unseren 9:7 (4:3) – Erfolg nicht verhindern.

Nach den etwas mageren Handballjahren, wo wir ein Leistungstief zu überwinden hatten, brachte der erste Vergleich mit den Sportfreunden aus Falken an der Werra im Jahre 1968 einen weiteren Aufschwung. Von nun an besuchten wir uns jedes Jahr abwechselnd in Falken bzw. Erdeborn. Daraus ist eine wahre Sportfreundschaft geworden. 1977 gibt es das 10jährige Bestehen dieser Vergleiche. Weitere Jahre soll diese Freundschaft erhalten bleiben, das ist der Wunsch aller Erdeborner Handballer.

In den folgenden Jahren brachte die verstärkte Breitenarbeit im Nachwuchsbereich nicht nur bei den Kreis- Kinder- und Jugendspartakiaden die erwarteten Erfolge. Während die Mädchen B und A 1969 auf dem Kleinfeld Kreismeister wurden, verfehlte die männliche Jugend B in Halle nur knapp den Aufstieg zur Bezirksliga, nachdem sie vorher überlegen Kreis- und Unionsmeister im Hallenhandball geworden war.

Ein weiterer Freundschaftsvergleich entwickelte sich 1970 mit den Mannschaften der BSG Aktivist Teutschenthal, Empor Freyburg und Traktor Erdeborn. Jeder Ort brachte zum 1. Mai jedes Jahres ein Sportprogramm im Rahmen der Maifeiern. Hier spielten die Erwachsenen, dort die Jugendlichen und da die Schülermannschaften. Auch die „Alten Herren“ kamen auf ihre Kosten.

Ein gut besetztes Kleinfeldturnier mit allen Altersklassen ließ im Sommer des gleichen Jahres die Erdeborner Handball-Fans drei Tage lang auf ihre Kosten kommen.

Unsere Mannschaften entwickelten sich quantitativ und auch qualitativ weiter, so dass die 1. Mannschaft bereits 1970 durch ein Qualifikationsspiel gegen Artern in Sangerhausen den Aufstieg in die Bezirksklasse schaffte. Das Spiel wurde mit 24:17 (12:7) gewonnen. Die Mannschaft spielte mit:

Klaus Gola, Dieter Teutscher, Werner Bauerschäfer, Klaus Raminger, Gerhard Wyziorczyk, Wilfried Schubert, Hans Wyziorczyk, Gustav Wolfer, Werner Dickoff, Helmut Lubatschowski, Klaus Hildebrandt, Eberhard Meiß.

Vor dem Jahreswechsel erlebte diese Mannschaft gemeinsam mit der weiblichen Jugend noch zwei schöne Tage in Berlin, wo sie in einem Turnier über sich selbst hinauswuchs und als Sieger hervorging. Es war einer unserer größten Turniererfolge. Die Mädchen konnten sich dagegen nicht platzieren.

Die Saison 1970/71 brachte der männlichen Jugend A drei schöne Erfolge. Nach der Unionsmeisterschaft im Hallenhandball gewann sie auch den FDJ- und KFA-Pokal, während die 1. Mannschaft den FDGB-Pokal des Kreises Eisleben mit nach Hause brachte.

Ein besonderer Höhepunkt war 1971 ein Sportlerforum mit Sportfreund Gerhard Kalze, Vorsitzender des BFA Handball, Sportfreundin Inge Schanding, Verdienter Meiser des Sportes, ehem. Nationalspielerin von Fortschritt Weißenfels, Sportfreund Herbert Klein, Meister des Sports, ehem. Nationaltorwart von Dynamo Halle, und Sportfreund Arthur Güttner, Bezirkstrainer des BFA Handball.

Im vollbesetzten Kulturhaussaal beantworteten sie die vielen Fragen der jungen Handballbegeisterten Menschen. Hierbei ging es sowohl um den Arbeitersport vergangener Jahre bis zur Handball-Weltmeisterschaft 1971 in Holland, als auch um die gesamte sportliche Entwicklung in unserer Gesellschaft.

Die männliche Jugend A verteidigte 1971/72 ihren Vorjahrestitel als Unionsmeister mit einem Endspielsieg in Sangerhausen von 23:21 (12:9) über Eisleben erfolgreich, wobei sie in folgender Aufstellung spielte:

Rainer Thürmer, Benno Linzmeier, Lutz Müller, Herbert Walter, Hartmut Meiß, Günter Mädicke, Gerd Dockhorn.

Der Aufstieg zur Bezirksklasse wurde jedoch knapp verfehlt. Für ihre ständig guten Leistungen belohnte sie eine Fahrt nach Berlin, wobei sie bei einem Turnier an zwei

Tagen unter zehn Teilnehmern den 3. Platz erreichte. Auch diese Tage waren ein schönes Erlebnis für unsere Jugendlichen des Jahrganges 1955.

Einer Einladung nach Neu-Zauche im Spreewald zu einem zweitägigen Turnier konnte unter Eigenfinanzierung durch die Teilnehmer nachgekommen werden. Einige Sportler stellten hierzu ihren eigenen PKW zur Verfügung. Im Endergebnis war es ein 2. Platz für unsere Mannschaft, aber das Turnier ein bleibendes Erlebnis, das den Gemeinschaftsgedanken weiter fördern hilft.

Während einer öffentlichen Gemeindevertretersitzung wurde unsere Sportfreundin Bärbel Schulze 1972 zum Sportklub Chemie Halle delegiert, wo sie als Leichtathletik-Kader eine weitere Entwicklung erfahren soll.

Die Jungen B (10 bis 12 Jahre) schafften als Kreismeister und Bester der Spielunion West den Aufstieg in die Bezirksliga. Diese Mannschaft konnte aber dort nicht spielen, da sie zur nächsten Saison altersbedingt als Jungen A (12 bis 14 Jahre) antreten musste. Der nächste Jahrgang übernahm diese Aufgabe. Sie war aber zu schwer und der Abstieg die Folge. Dafür erlebten unsere Jüngsten in der Erfurter Thüringen-Halle am 19.2.1973 eine schöne Veranstaltung im Hallenhandball, konnten viel sehen und für die eigene Entwicklung verarbeiten.

Für unseren weiblichen Sektor gab es 1973 ein schönes Erlebnis. Gäste aus der befreundeten ČSSR besuchten uns und das Mansfelder Land. Die Krönung dieses Besuches war ein Freundschaftsspiel der Mädchen A (12 bis 14 Jahre), welches unsere Mannschaft mit 13:12 (5:7) gegen Spartak Prag gewann. Anschließend gab es dann ein gemütliches Beisammensein im Kulturhaus.

In der Hallensaison 1973/74 waren besonders die Jungen A und Mädchen B erfolgreich; denn Kreis- und Unionsmeister hießen die Erfolge, wobei im Frühjahr jeweils noch Spartakiadegold dazukam. Die FDJ-Pokalsiege holten sich die männliche Jugend A und B.

1975 ließen dann auch unsere Schülermannschaften nach den ausgezeichneten Spartakiadeergebnissen bei den Pokalspielen aufhorchen. Dreimal gingen die Pionierpokale durch die Jungen A und B sowie die Mädchen A nach Erdeborn. Dazu kam noch der gewonnene FDJ-Pokal der männlichen Jugend B. Die 1. Mannschaft erreichte zwar erneut das FDGB-Kreispokalfinale, scheiterte aber wie schon in den letzten drei Jahren wieder an Eisleben.

In der Hallensaison 1975/76 wurde vom 1. Männerkollektiv in der Bezirksklasse der 4. Platz belegt.

Etwas besser platzierten sich dagegen die Jugendmannschaften B und A mit den Plätzen 2 bzw. 3, was uns optimistisch in die Erdeborner Handballzukunft blicken lässt.


Ausblick

Im Hallenhandball ist besonders für die 1. Männermannschaft seit der Zugehörigkeit zur Bezirksklasse eine Steigerung in Spiel technischen und taktischen Belangen und somit der erstrebte Aufstieg in die Bezirksliga nur dann möglich, wenn eine geeignete Sporthalle zur Durchführung eines Hallentrainings vorhanden ist.

Die bisher erworbenen Fertigkeiten konnten nur im Freien erarbeitet werden, da der kleine Turnraum der POS sich nicht für ein Training unserer Handballer eignet.

Die Funktionäre und Sportler unserer BSG Traktor Erdeborn wollen ehrenvoll die Überlieferungen der deutschen Arbeiterbewegung weitertragen und unserer Jugend Vorbild sein.

Für uns Sportler bedeuten die Olympischen Spiele 1976, das VI. Turn- und Sportfest und die VI. Zentrale Kinder- und Jugendspartakiade echte Höhepunkte unserer künftigen gesellschaftlichen und sportlichen Entwicklung. Wir haben erkannt, dass der gewiesene und bisher gegangene Weg richtig ist, und wir werden ihn beharrlich weitergehen.


Statistische Angaben

Spartakiadeerfolge im Kreismaßstab: 13 Gold, 24 Silber, 21 Bronze
Unionssieger: Männer 5, Jugend 3, Schüler 2
Kreismeister: Männer 11, Jugend 20, Schüler 16
Turniersiege: Männer 31, Jugend 24, Schüler 18

Auszeichnungen:

1954 Beste BSG der SV Traktor im Bezirk
1974 Ehrenurkunde des DTSB für gute Arbeit der BSG

Ehrennadel des Deutschen Handballverbandes tragen in

Gold
Willy Danders, Walter Kowal

Bronze
Kurt Meiß, Werner Dietrich, Fritz Eube, Werner Bauerschäfer, Gustav Wolfer

Ehrennadel des Deutschen Turn- und Sportbundes tragen in:

Bronze
Kurt Meiß, Paul Schulze, Willy Danders, Werner Dietrich, Kurt Kleemann, Georg Heller , Horst Grimmer, Gustav Wolfer

Ehrennadel der Sportvereinigung Traktor trägt in:

Bronze
Kurt Meiß

Auswahlspieler für den mitteldeutschen Raum vor 1933 waren:

Kurt Kleemann für die A-Mannschaft
Otto Gebhardt für die B-Mannschaft
Otto Kleemann für die B-Mannschaft

In die Kreisauswahl wurden nach 1945 berufen:

Harald Lotze, Werner Bauerschäfer, Fritz Temm, Joachim Schubert, Gustav Wolfer, Günther Lohse, Manfred Werkling, Eberhard Schmuck

Als Übungsleiter bzw. als Schiedsrichter fungierten über längere Zeit oder sind noch tätig:

Willy Kleemann, Karl Hensel, Kurt Kleemann, Willy Danders, Rudi Träger, Georg Heller, Fritz Eube, Gustav Wolfer, Horst Grimmer, Werner Bauerschäfer, Werner Dietrich, Karl-Heinz Lehmann, Joachim Schubert

300 und mehr Spiele bestritten für unsere 1. Mannschaft:

bis 1945:

Hermann Bauerschäfer, Willy Danders, Otto Gebhardt, Paul Grimmer, Karl Hensel, Kurt Kleemann, Willy Lehmann, Kurt Schwarzkopf, Fritz Temm sen., Rudi Träger

nach 1945:

Gustav Wolfer 529, Werner Bauerschäfer 503, Walter Kowal 500, Horst Meißner 420, Joachim Schubert 389, Gerhard Meiß 330, Kurt Gebhardt 326, Horst Grimmer 324, Erich Harrlandt 320, Fritz Temm jun. 319, Erich Fretzer 300


Kommentare sind geschlossen.